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Was ist eigentlich Schärfentiefe ?


Bei der Abbildung eines Motivs kann die Optik der Kamera nur eine Ebene fokussieren
also scharf darstellen.


Möchte man z.B. ein Gesicht fotografieren und fokussiert auf die Nasenspitze,
so wird alles hinter und vor der Nasenspitze unscharf dargestellt.

Fokussiert man beispielsweise die Stirn an, so wird alles auf dieser Ebene ebenfalls
schaft dargestellt so z.B. vielleicht auch die Lippen oder ähnliches.
Die Ohren im Hintergrund und die Nasenspitze im Vordergrund bleiben jedoch
weiterhin unschaft.


Um nun das gesamte Gesicht also mehrere Ebenen scharf darstellen zu können bedient
man sich der Schärfentiefe. Diese bezeichnet den jeweiligen Ebenenbereich vor und hinter
dem fokussierten Schärfepunkt. Es erweitert quasi den Schärfebereich um die 3. Dimension (die Tiefe).


Die Schärfentiefe wird hauptsächlich durch die gewählte Blende am Objektiv erweitert bzw.
vermindert.


Möchte man ein Objekt freistellen (also der Hintergrund unscharf um das Auge
des Betrachters auf das gewählte Objekt zu richten) so wählt man eine große Blende
also möglichst kleine Blendenzahl.


Möchte man einen guten Gesamteindruck der Umgebung darstellen, so wählt man eine
kleine Blende also eine möglichst hohe Blendenzahl.


Der Autofokus der heutigen DSLRS funktioniert zwar zuverlässig aber zeitweise ungenau,
worunter sich auch die Schärfentiefenebene verschieben kann. Dies hat unmittelbare
Auswirkungen auf die

Gesamtwirkung der Darstellung, bzw. drücks sich dies in allgemeiner Unschärfe aus.
In der professionellen Fotografie spielt die Schärfentiefe jedoch eine immense Rolle.
Leider sind die Herstellungstoleranzen von Objektiven und Kameras heute auch
bei Profigeräten noch sehr hoch.

Von daher bieten die Hersteller eine integrierte Softwarekorrektur innerhalb der Kamera an.
Die Korrekturwerte müssen von Nutzer selbst ermittelt und eingetragen werden.
Dies ist für jedes verwendete Objektiv einmalig, einzeln zu wiederholen.
Um die Fokussierungsleisung zu kalibrieren wird ein externes Hilfsmittel benötig.
Dies kann selbst gebastelt werden (ungenau) oder für ein paar Euro im Internet bestellt werden.


Als High End Kalibrierungstool zum fairen Preis empfiehlt sich Beispielsweise
der 
Spyder Lens Cal von Datacolor, welchen ich jedem ambitionieren Fotografen
wärmstens empfehlen kann.


Post date: 2014-11-04 20:48:57
Post date GMT: 2014-11-04 19:48:57


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